Bericht von 2 Praktikantinnen an der Makemba Academy

Chiara-1Hier ein wunderbarer Bericht von 2 Praktikantinnen, die gerade aus Ukunda zurückgekehrt sind. Ich denke – der Bericht spricht für sich! Chiara-2

Unser Praktikum an der Makemba Academy

 Puh, ganz schön kalt hier! Nach vier Wochen Sonne pur, müssen wir uns erst einmal wieder an das kalte deutsche Wetter gewöhnen. Wir werden Kenia bestimmt vermissen. Vor allem aber die Kinder, welche uns während des Praktikums an der Makemba Academy in Ukunda ganz schön ans Herz gewachsen sind. Lea (22) und ich, Chiara (21) durften während unserer Semesterferien drei Wochen lang den kenianischen Schulalltag live miterleben und mitgestalten. Nachdem wir erfahren haben, wie Unterricht vor Ort stattfindet, durften auch wir zeigen, was wir in unserer bisherigen Studienzeit an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg gelernt haben. So hielten wir täglich zwei oder gar mehr Stunden gemeinsam vor der Klasse und hatten eine Menge Spaß dabei. Es war erstaunlich festzustellen, wie ein und derselbe Beruf sich so unterschiedlich gestalten lässt. Jedoch war es für beide Partien, die Deutsche und die Kenianische, eine Bereicherung.

Die Makemba Academy ist eine Grundschule der ganz besonderen Art. Ein dickes Lob an dieser Stelle an Maren Kehler und ihren Ehemann Lawrence, die das Herzstück der Schule bilden und vor Ort für das Wohl der Kinder sorgen. Morgens werden diese vom schuleigenen Bus abgeholt und nachmittags wieder nach Hause gebracht. Nach der großen Pause gibt es für Lehrer und Schüler einen Snack und mittags ein stärkendes Lunch. Das war meist das landestypische Ugali mit Bohnen – unglaublich, welche Mengen davon die Kleinen verspeisen konnten.

Mit nur etwa 20 Schülern pro Klasse und einer farbenfrohen Gestaltung der Klassenräume, ermöglicht die Schule ein angenehmes Lern- und Arbeitsklima. Und das Wichtigste: jedes Kind ist im Besitz von Schulbüchern und hat einen festen Sitzplatz im Klassenzimmer. Das ist leider nicht selbstverständlich. Nachdem wir die traurige Erfahrung gemacht haben und eine öffentliche Schule in Ukunda besuchen durften, stellten wir fest, dass die Makemba Academy wirklich eine Ausnahme darstellt und die Schülerinnen und Schüler sich wertschätzen dürfen, Teil dieser Schule zu sein. An öffentlichen Schulen mangelt es leider an allen Ecken. Klassen sind teilweise mit bis zu 70 Schülern besetzt. Die Schüler haben kaum Stifte und müssen sich Bücher teilen. Da die Klassenzimmer aus allen Nähten zu platzen scheinen, wird oft auf dem Schulhof unterrichtet. Umso schöner ist es zu erkennen, wie sinnvoll die Spendengelder der Makemba Academy bereits eingesetzt wurden.  Die angesehene Schule dient den Kleinen als Sprungbrett für akademische Perspektiven und fundierte berufliche Ausbildungen.

Direkt neben der Makemba Academy grenzt das Waisenhaus FUTURE FOR CHILDREN. Mom Maren und Dad Lawrence geben hier 17 Schützlingen ein neues und sicheres Zuhause. Es tut gut zu sehen, dass die Kinder mit solch herzzerreißenden Schicksalsschlägen nun an einem Ort sind, den sie Familie nennen können.

Die Wochen an der Makemba Academy vergingen leider viel zu schnell. Jedoch kehren wir mit vielen bereichernden und prägenden Eindrücken zurück nach Deutschland. Es war eine wundervolle Zeit, die uns immer in guter Erinnerung bleiben wird.

Danke Maren und Lawrence für eure tolle Unterstützung! Ihr macht das klasse!

Lea und Chiara