Brunnenarbeiten

Unsere Brunnentiefe musste um 25 feet vergrößert werden, da sich herausgestellt hatte, dass in der größten Hitzeperiode zwischen Dezember und Januar das Wasser nahezu versiegte. Weitere Bauarbeiten wurden hierzu notwendig, welche sich als sehr arbeits-und kraftaufwendig herausstellten. Sie müssen sich vorstellen, in einer Tiefe von über 33 Metern mit einer Eisenstange zu graben. Unsere Arbeiter wurden an einer Winde über ein Seil in die Tiefe gelassen, um dann einen Abraum von ca. 20 kg an den Brunnerand hochzuziehen. Teilweise war es pro Arbeiter nur möglich für ca. 10 min. in dieser Tiefe zu arbeiten, da die Luftzufuhr gering war und die Erdgase zu stark waren. Als dann die Gesteinsmasse lehmartig und schwer wurde, zeichnete sich ab, dass wir bald auf eine weitere Wasserader stoßen würden. Weitere zwei Wochen wurden benötigt, um dann endlich auf Wasser im Überfluss zu stoßen. In der Zwischenzeit wurde nach einer geeigneten Pumpe gesucht. Hierzu hatten wir Kontakte von Deutschland aus in Nairobi und Mombasa hergestellt. Letzendlich haben wir in Mombasa unsere Pumpe erworben, da bei technischen Problemen eine Servicefirma vor Ort zur Verfügung steht. Die Pumpe wurde erfolgreich installiert und wer die ersten Wasserstrahlen aus den Tiefen unseres Brunnens sehen möchte, schaue doch in der Bildergalerie 2005! Damit wir die geförderte Wassermenge direkt in einem Hochtank pumpen konnten, wurde ein Wasserturm gebaut, welcher in 4,20 m Höhe einen Plastiktank hat. Die darunter liegende Fläche wurde als Geräteschuppen gemauert und mit einer Stahltür versehen. Das Dach haben wir im landesüblichen Makutistil (Kokusnuss) decken lassen.

Den Aushub vom Brunnen haben wir zum Befestigen von Wegen und dem neuen Parkplatz genutzt.