Starkenburg Echo vom 28.08.2014

Zehn Jahre Future for Children

Hilfsprojekt – Heppenheimer Verein kümmert sich um hilfsbedürftige Kinder in Kenia – Mit Bildung zum Erfolg

Makemba-Kinder: Einheitlich eingekleidet werden die kenianischen Waisen bis zum Erreichen der Volljährigkeit auf ein selbstbestimmtes Leben vorbereitet. Einen Beitrag dazu leistet der vor zehn Jahren gegründete Verein Future for Children mit Sitz in Heppenheim.   Foto: Kehler

Makemba-Kinder: Einheitlich eingekleidet werden die kenianischen Waisen bis zum Erreichen der Volljährigkeit auf ein selbstbestimmtes Leben vorbereitet. Einen Beitrag dazu leistet der vor zehn Jahren gegründete Verein Future for Children mit Sitz in Heppenheim.  Foto: Kehler
Mit Freude und Genugtuung, aber auch Dankbarkeit und der Hoffnung auf eine weiterhin gedeihliche Arbeit blickte jetzt der Verein „Future for Children“ auf sein zehnjähriges Bestehen zurück. Sitz der Hilfsorganisation ist Heppenheim.
HEPPENHEIM.Kenia ist ein wunderschönes, aber auch gesellschaftlich zerrissenes Land. Das Auswärtige Amt veröffentlicht regelmäßig Reisewarnungen. Terroristische Anschläge, Plünderungen und Überfälle gehören zum Alltag. Betroffen davon sind nicht nur Angehörige rivalisierender Gruppen, sondern auch Touristen. So wurden erst im Juli eine deutsche und eine russische Urlauberin in der Hauptstadt Nairobi und bei Mombasa auf offener Straße erschossen.

Zu leiden unter den Verhältnissen haben als schwächste Glieder der Gesellschaft vor allem Kinder. Wenigstens einem kleinen Teil von ihnen eine sichere Zukunft zu ermöglichen, ist Ziel des im Mai 2004 aus der Taufe gehobenen Vereins Future for Children. Von damals nur sieben Idealisten gegründet, kann sich Vorsitzende Kerstin Bohn über eine kontinuierlich wachsende Zahl von Unterstützern freuen.

Für deren Engagement gibt es insofern gute Gründe, als Future for Children auf seine Ankündigungen stets überzeugende Ergebnisse liefert. Spender können so nachvollziehen, dass ihr Geld tatsächlich ankommt.

SPENDENKONTO

Spenden Bankkonto: 363666, BLZ 50951469 (IBAN DE 53 5095 1469 0000 0363 66) bei der Sparkasse Starkenburg. Infos zum Verein unter Telefon 06252 2927 und unter www.future-for-children.de

Dass Heppenheim Sitz des Vereins ist, ist auf die in der Kreisstadt geborene Maren Kehler zurückzuführen. Die junge Frau blickte anlässlich eines Kenia-Urlaubs hinter die glitzernden Fassaden der Tourismuszentren und fasste spontan den Entschluss, die dort herrschende Not lindern zu helfen. In Mutter Margarete Schmidt und deren Ehemann Otto fand sie enge Verbündete. Schon kurz nach der Vereinsgründung erwarb Kehler im 30 Kilometer von Mombasa entfernten Ukunda ein Grundstück, auf dem sie den Bau eines seit 2010 von 18 Waisen bewohnten Heimes vorantrieb.

„Makemba I“, so der offizielle Name der Einrichtung, eröffnet den geschundenen, teils sogar vergewaltigten und schwer traumatisierten Kindern bis zu ihrer Volljährigkeit gute Perspektiven. Wesentlich dazu bei trägt die von Maren Kehler geförderte Eigenverantwortung. Überzeugt davon, dass sich Nehmen und Geben einander bedingen, werden die Zöglinge im Rahmen ihrer Möglichkeiten in die Pflicht genommen. Aus reinen Almosenempfängern, so Kehlers Credo, können keine lebenstüchtigen Menschen werden.

Auf Makemba I folgten weitere Hilfsprojekte, so ein Farmbetrieb mit angeschlossener Kleinviehzucht sowie die Einrichtung eines Kindergartens, einer Schneiderei und einer Manufaktur für den Vertrieb landestypischer Taschen, Kleider und Holzartikel. Aus dem Verkaufserlös kann ein Teil der Unterhaltungskosten finanziert werden. Immerhin zwölf fest angestellte Mitarbeiter stehen in Diensten des Waisenhauses und seiner Einrichtungen.

Krisensichere Arbeitsplätze, darunter für acht Pädagogen, wurden auch in der neu errichteten Makemba-Academy geschaffen. Dabei handelt es sich um eine Schule, für deren Bau im Oktober 2012 kenianische Behörden die Genehmigung erteilten. Bereits im August 2013 zogen die ersten 20 Kinder ein. Inzwischen werden die Klassenräume von 85 Kindern aus dem Waisenhaus sowie aus der näheren Umgebung frequentiert.

Der gute Ruf der Schule fand Bestätigung, als ihr beim Wettbewerb „Global Handwashing Day“ der erste Preis zuerkannt wurde. Überrascht hat das gute Abschneiden nicht. Im Gegensatz zu staatlich geführten Schulen, in denen 120 Schüler und mehr dicht gedrängt in einer Klasse zusammensitzen, ist in der „Academy“ eine individuellere Betreuung möglich.

Abgeschlossen sind die Arbeiten an der Schule aber noch nicht. Baufortschritte sind abhängig vom jeweiligen Spendeneingang. Unterstützung ist möglich in Form eines Mitgliedsbeitritts, durch den Kauf der selbst hergestellten Artikel sowie durch die Übernahme von Patenschaften. Vorsitzende Kerstin Bohn appelliert an die Hilfsbereitschaft mit einem Zitat von Erich Kästner: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“

MAKEMBA-Cup am 24.07.2014

Photocollage_2014  (anklicken zum Öffnen der pdf-Datei mit vielen Fotos)

 Mc Kenia

Wir hatten am 24.7.2014 unseren ersten MAKEMBA CUP und die Kinder haben entschieden, dass sie den brasilianischen World Cup nach spielen wollen. Bei selbstgemachtem Mango/Passions Saft und einem World Cup Cake waren alle wieder,  auch die Verlierer, bei bester Laune.

Jetzt sind Ferien in der MAKEMBA ACADEMY – die Schule beginnt am 2. September wieder.