, Bohn Kerstin

Weiter Unruhen in Ukunda

Drückt die Daumen, dass die Krawalle aufhören

Gestern Abend  erreichte mich wieder die Nachricht von Maren, dass die Krawalle nicht nachlassen. Wir haben Maren geraten, die Kinder diese Woche zuhause zu lassen, um Kinder & Mitarbeiter sowie Busse und Autos zu

schützen. Man ist einfach sprachlos und kann nur hoffen, dass sich die Menschen wieder besinnen. Ich denke, einfache und sinnvolle Erklärungen seitens Regierung sind notwendig, um die Menschen zu beschwichtigen und alle

auch wirklich zu erreichen. Eure Kerstin 

[18:45, 7/2/2024] Safari Maren: Liebe Mitglieder, Freunde und Alle die mit FUTURE FOR CHILDREN eine enge Verbindung haben, ich hoffe, dass diese Nachricht Sie alle gut erreicht. Ich möchte Euch über die aktuelle Lage in Kenia, insbesondere in Ukunda, informieren. Es gab anhaltende Proteste gegen die Steuerpolitik der Regierung, die für uns heute ein sehr stressiges und schwieriges Umfeld geschaffen haben.

Die Sicherheit unserer Kinder hatte für uns oberste Priorität, und das war zeitweise gefährlich und riskant. Trotz dieser Herausforderungen sind wir dankbar, dass alle unsere Kinder und Mitarbeiter wohlbehalten zu Hause angekommen sind.

Wir bitten Sie um Ihre Gebete und guten Gedanken in dieser schwierigen Zeit. Wir werden Sie weiterhin auf dem Laufenden halten. Bleiben Sie alle.gesund, und möge Gott Sie alle beschuetzen. 
Eure, 
Maren
[03:43, 7/3/2024] Safari Maren: Die planen jetzt wieder am Donnerstag solche Krawalle. Ich denke dann werden wir die Kinder aus Sicherheitsgruenden zuhause lassen. Das ist auch fuer uns sicherer. Denn selbst ich mit meinem moslemischen schleier den ich gestern tragen musste, haben diese das Auto besprungen und sogar beulen reingeschlagen mit den bloßen Haenden.

Folgendes habe ich heute aktuell in der Presse entdeckt:

Protest gegen Kenias Regierung: Immer weiter in die Schuldenspirale

Stand: 02.07.2024 15:25 Uhr

Wieder demonstrieren die Kenianer, und ihre Wut richtet sich gegen vieles: die Steuern, die Korruption, internationale Geldgeber, vor allem aber gegen Präsident Ruto. Verschärft seine Politik Kenias Schuldenkrise?

 
Von Thilko Gläßgen, ARD Nairobi

Als Kenias Präsident William Ruto vor die Presse tritt, berichtet er, wie seine Regierung seit Amtsantritt 2022 das Land aus der Krise geführt habe. Preise für Düngemittel und Benzin seien unter ihm massiv zurückgegangen, der Kenya Shilling inzwischen die leistungsstärkste Währung des Kontinents, die Schuldensituation des ostafrikanischen Landes besser gemanagt.

Wer Ruto zuhört, bekommt das Gefühl, es habe nie einen Grund dafür gegeben, dass die Menschen auf die Straßen ziehen, um ihren Unmut mit der Regierung auszudrücken. Die Protestierenden bezeichnet Ruto als Landesverräter und Kriminelle.

Dass die umstrittene Steuerreform zurückgenommen wird, hat er zwar versichert. Doch viele schenken seinen Worten keinen Glauben und wollen weiter demonstrieren.